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Nicole Pöppel skizziert in ihrer Literatur- und Mediengeschichte das lebendige, ambivalente Medienschaffen der Pariser Bohème Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Autorin bringt dem deutschsprachigen Publikum die Generation der Bohème näher, durch die sich dieses Milieu medial nachhaltig als populäres Milieu etablierte. Sie untersucht dazu die Generation der zweiten Bohème mit Autoren wie Henry Murger („Szenen aus dem Leben der Bohème“) und Charles Baudelaire („Die Blumen des Bösen“) als Medienproduzenten und Medienkritiker. Die jungen, oft unbekannt gebliebenen, meist prekär lebenden Autoren wirkten im Spannungsfeld aus Selbstbehauptung und Abgrenzung vom etablierten Literatur- und Kulturbetrieb und der großen Tagespresse und prägten die Pariser Öffentlichkeit von den 1840er bis 1860er Jahren fundamental mit. Inhalt Die Bohème: Leben, Literatur und Medien Begriff und Entwicklung des Medienformats petite presse Le Corsaire-Satan als Forum der zweiten Bohème (1844‒1847) Figaro auf dem Boulevard, Sans le Sou im Quartier latin. Gründermanie zwischen Zentrum und Peripherie (1854) Das Herz der Metropole im Visier: Le Boulevard (1861‒1863) Zielgruppen Lehrende und Studierende der Fachgebiete Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft, Germanistik und Romanistik Praktizierende aus den Bereichen Kunstgeschichte, Kultur, Medien und Journalismus Die Autorin Nicole Pöppel ist Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaftlerin mit Schwerpunkten in französischer und deutscher Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
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