TY - BOOK ID - 3282864 TI - Moral und Motivation im Werk Heinrich von Kleists PY - 2009 VL - 191 SN - 9783484181915 3484181915 9783111732145 9786612715310 1282715313 3484971371 PB - Tubingen: Niemeyer, DB - UniCat KW - Ethics in literature KW - Kleist, Heinrich von, KW - Criticism and interpretation KW - Ethics in literature. KW - Criticism and interpretation. KW - von Kleist, Heinrich KW - Kleĭst, Genrikh, KW - Kleist, Bernd Heinrich Wilhelm von, KW - Kleist, H. V. KW - Ḳlaisṭ, Hainrikh fun, KW - קלייסט, היינריך KW - קלייסט, היינריך פון, KW - קלייסט, הינריך פון, KW - Kleist, Heinrich von, - 1777-1811 - Criticism and interpretation KW - Age of Goethe. KW - Enlightenment. KW - Kant, Imanuel. KW - Kleist, Heinrich von. KW - Moral Philosophy. KW - Kleist, Heinrich von, - 1777-1811 UR - https://www.unicat.be/uniCat?func=search&query=sysid:3282864 AB - War Kleist ein philosophischer Dichter? Oder waren seine frühen Ausflüge in die philosophische Essayistik -wie oftmals behauptet - nichts weiter als schülerhafte Exerzitien im Stile der Popularphilosophie seiner Zeit? Entgegen der Schulmeinung zeigt diese Studie: Kleists Wende zur Kunst markiert weder den Abbruch philosophischer Reflexion noch wandelt er sich mit seiner Lebenskrise von 1801 - jener berühmten "Kant-Krise" - zu einem ‟anti-aufklärerischen" Fürsprecher des Gefühls, das sich gegen alle zivilisatorische Zwänge spontan und unreflektiert ins Werk setzt. Kernthese ist dagegen, dass Kleist sowohl in seinen Aufsätzen und Briefen als auch in seinen literarischen Werken das Problem der Vermittlung zwischen moralischem Anspruch und menschlichem Vermögen verhandelt. Seine Dichtungen reflektieren die Frage, inwiefern sich die anthropologischen Bedingungen der Motivation - der Gefühls- und Affekthaushalt - mit den Forderungen nach Integration in die moralischen und rechtlichen Ordnungssysteme in ein harmonisches Verhältnis setzen lassen. Auch Kleists explizite wie implizite Auseinandersetzung mit Immanuel Kant kreist weniger um die Frage nach der Erkennbarkeit der Wirklichkeit als um das Problem, wie das normativ Gebotene praktisch wirksam werden kann. Kleists literarisches Schaffen wird damit erstmals im Rahmen einer umfassenden Analyse in den moralphilosophischen Problemzusammenhang der Aufklärung gerückt. ER -